
Hier finden Sie Presseinformationen und Pressefotos zum Programm SPIELRAUM. Gern helfen wir mit Hintergrundmaterial und stellen den Kontakt zu weiteren Gesprächspartnern her.
Claudia Erdmann
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E-Mail: claudia.erdmann@dkjs.de
Pressemitteilung
19. März 2012 – „SPIELRAUM“ schafft Raum für Kinder und Jugendliche: Hertha BSC, Werder Bremen und der 1.FSV Mainz 05 unterstützen Sozialprogramm für Jugendliche im Fußball
Für Hertha BSC, Werder Bremen und den 1. FSV Mainz 05 steht der 28. bzw. 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga ganz im Zeichen von SPIELRAUM. Mit diversen Aktionen unterstützen die Vereine, das von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in Kooperation mit Sportartikelhersteller Nike ins Leben gerufene Sozialprojekt.
SPIELRAUM setzt sich zum Ziel, Raum zu schaffen, in dem sich Kinder und Jugendliche entfalten können. Dabei dreht sich das Programm um SPIELRAUM im doppelten Sinne: SPIELRAUM schafft den tatsächlichen Raum zum Spielen und Sporttreiben und bietet gleichzeitig Spielraum für die persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen besonders dort, wo es an Freizeitangeboten fehlt.
Hertha BSC, Werder Bremen und Mainz 05 engagieren sich für SPIELRAUM
Auch in der deutschen Fußball-Bundesliga stößt die Initiative auf Unterstützung: Der 28. bzw. 30. Spieltag steht für Hertha BSC, Werder Bremen und den 1. FSV Mainz 05 ganz im Zeichen von SPIELRAUM. Neben einigen Aktionen rund um den Spieltag werden die einzelnen Teams in auffälligen weißen Trainingsjacken zum Warm-Up auflaufen. Ein SPIELRAUM-Logo in den jeweiligen Vereinsfarben wird sich einmalig auch auf den Trainingsjacken der Mannschaften finden und diese so zu Unikaten machen.
Gemeinsam mit den Spielern auf dem Rasen möchte Nike auf das Sozialprojekt SPIELRAUM aufmerksam machen und Mittel für weitere SPIELRAUM-Standorte generieren. Ab sofort und rund um die Heimspiele von Werder Bremen und Hertha BSC sowie beim Heimspiel vom 1. FSV Mainz 05 am 30. Spieltag gegen den 1. FC Köln, haben alle Fußball-Fans die Möglichkeit mit zu machen. Spendenkonto:
DKJS, HypoVereinsbank, BLZ 100 208 90, Kontonummer 15 56 99 99
Kennwort: SPIELRAUM
oder
Für jede SMS mit dem Kennwort SPIELRAUM an die 8 11 90 erhält die Aktion 5,- EURO.*
Mehr Informationen unter: www.spielraum-online.net.
* Pro SMS werden 5 Euro zzgl. der Standard-SMS-Versandkosten über die nächste Handyrechnung bzw. Ihr Prepaid-Guthaben berechnet. Für jede 5-Euro-SMS erhält die Aktion Spielraum 4,83 Euro. Dies ist ein Service von spendino. Die Aktion unterstützt das Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und fördert die Arbeit der beteiligten Vereine.
Stimmen zu SPIELRAUM:
Klaus Allofs (Vorsitzender der Geschäftsführung Werder Bremen): „Sport hat eine große integrative Kraft, die wollen wir mit dem Projekt SPIELRAUM nutzen. Es fördert Initiativen, die ungenutzte Plätze gemeinsam mit jungen Menschen in lebenswertere Orte verwandeln - für Teamsport und die persönliche Entfaltung.“
Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen) „Durch SPIELRAUM erlernen die Kids über den Sport Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Fairness und Verantwortungsbewusstsein und deren alltägliche Anwendung.“
Clemens Fritz (Kapitän Werder Bremen): „Wir haben früher jede freie Minute auf dem Bolzplatz verbracht. Deshalb finde ich das Projekt klasse, es gibt viel zu wenig Spielraum für die Kids.“
Michael Preetz (Geschäftsführer Sport Hertha BSC und Schirmherr des SPIELRAUM-Projekts in Berlin): „Ich bin die letzte Generation, die das Privileg hatte, auf der Straße zu kicken. Diese Initiative ist fantastisch, da Kinder und Jugendliche die Möglichkeit bekommen auf die Straße zurückzukehren, sich auszutoben, sich auszuleben und sportlich aktiv zu werden.“
Jan Kirchhoff (Spieler 1. FSV Mainz 05): „Fußball ist ein Spiel, dessen Regeln überall auf der Welt bekannt sind und das keine sozialen Grenzen kennt. Man braucht dafür lediglich einen Ball, zwei Tore und einen passenden Ort. Der Bau von Bolzplätzen fördert unter Kindern und Jugendlichen nicht nur die Bewegung, sondern auch einen sportlich-fairen Teamgeist – deshalb ist SPIELRAUM ein tolles Projekt."
Malik Fathi (Spieler 1. FSV Mainz 05): „Je mehr Möglichkeiten es für junge Menschen gibt, sich im Sport oder im Spiel zu verwirklichen, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass sie in der Zukunft ein besseres Verständnis für ein friedliches Miteinander sowie ein gesundes Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln."
Dr. Heike Kahl (Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung): „Mit SPIELRAUM sind großartige Plätze mit und für Kinder und Jugendliche entstanden, wo sie sich ihren Raum in der Öffentlichkeit nehmen und das tun können, was ihnen Freude macht: Sport treiben und ihre Freunde treffen. Davon braucht es mehr.“
Olaf Markhoff (Unternehmenssprecher Nike AGS): „Sport ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, Kinder und Jugendliche können die wesentlichen Prozesse auf spielerische Art und Weise erlernen – Verantwortung übernehmen, jemanden unterstützen, gemeinsam verlieren, Erfolge feiern oder lernen, sich an Regeln zu halten. SPIELRAUM gibt den Kids diesen wichtigen Raum in doppeltem Sinn: Raum für ihre persönliche Entwicklung und Raum zum Spielen.“
Hintergrund Spielraum
Gerade in einem sozial schwächeren Umfeld müssen Kinder und Jugendliche oft auf brachliegende Baulücken, ungenutzte Parkplätze oder kaputte Sportflächen zum Spielen und Sporttreiben ausweichen. SPIELRAUM lässt genau an diesen Orten Plätze entstehen und erreicht dadurch die Kinder und Jugendlichen, die an traditionellen Freizeitangeboten von Schulen und Sportvereinen kaum teilnehmen. SPIELRAUM bietet neben dem tatsächlichen Spiel- und Sportplatz auch Raum für die individuelle Entwicklung. Teamfähigkeit, Fairness und Verantwortungsübernahme sind Kompetenzen, die die Kids durch Sport erfahren und erlernen können. Neben dem in Frankfurt von Nike und dem Sportkreis Frankfurt initiierten Pilotprojekt „Bolzplatz Galluspark“, wurden gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung seit 2009 noch weitere Plätze, u.a. in Berlin eröffnet.
Großen Wert wird bei den von SPIELRAUM ausgewählten Projekten auf die Mitarbeit der lokalen Akteure und Träger gelegt. Ziel ist es, die Möglichkeiten der Beteiligten so einzusetzen, dass für Kinder und Jugendliche eine Anlaufstelle geschaffen wird, die sie annehmen, selbst gestalten und verwalten können. Der pädagogische Aspekt spielt bei der Aneignung von sozialen Fähigkeiten eine wesentliche Rolle und ist fester Bestandteil von SPIELRAUM. So werden auf den unterschiedlichen Plätzen nicht nur Futsal- und Fußball-Trainingsstunden für die Jungen und Mädchen angeboten, sondern sie werden durch verschiedene pädagogische Angebote auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben unterstützt. Sport insgesamt ist eine wichtige Säule von SPIELRAUM, da er gesellschaftliche Prozesse in spielerischer Form reflektiert und eine facettenreiche Lernplattform für die Kids bietet.
Pressemitteilung:
20.05.09 – Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und Nike starten das trinationale Programm SPIELRAUM
Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) startet heute zusammen mit Nike im deutschsprachigen Raum das Programm SPIELRAUM. Mit dem Programm unterstützen die Partner Jugendliche dabei in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Wien und Zürich, gemeinsam mit Trägern der Jugendsozialarbeit und anderen lokalen Akteuren Verantwortung für ungenutzte, öffentliche Plätze in sozial benachteiligten Stadtteilen zu übernehmen und sie zu lebenswerteren Orten umzugestalten.
Auftakt des Programms SPIELRAUM ist die Eröffnung der „Klix-Arena“ in Berlin-Reinickendorf. In Zusammenarbeit mit Streetworkern des Vereins Gangway und dem Bezirksamt Reinickendorf haben sich die Jugendlichen einen Platz geschaffen, auf dem sie das machen, was sie gern tun: Fußball spielen. Die „Klix-Arena“ ist mehr als ein Bolzplatz: Neben regelmäßigen Trainings üben sich die Jugendlichen im Rapsong -Schreiben oder bauen den eigenen Ligabetrieb auf. Auch ihre jüngeren Geschwister und Eltern nutzen den Platz als Kieztreffpunkt, an dem sie ihre Ideen bei der Gestaltung und Umsetzung einbringen können. Dies gelingt nur in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Trägern und Initiativen aus der Region.
Gerade in sozial benachteiligten Stadtteilen großer Ballungsräume können viele Jugendliche häufig ihre Freizeit nicht sinnvoll nutzen und werden kaum aktiv in die Gestaltung ihrer unmittelbaren Umgebung eingebunden. Gleichzeitig gibt es gerade in solchen Großstadtbezirken viele unattraktive Flächen wie ungenutzte Parkflächen oder Baulücken. SPIELRAUM richtet sich an Kinder und Jugendliche, die ihre Begeisterung für Sport mit Gleichaltrigen teilen wollen. Das Programm nutzt dabei die Chancen von Sport als einen von Jugendlichen akzeptierten Zugang der Jugendsozialarbeit, der häufig ihre persönlichen Interessen anspricht.
SPIELRAUM will jedoch mehr als Sport. Es geht um die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbstkritik, um die Aneignung öffentlicher Räume und Engagement für den eigenen Stadtteil. Das Programm hilft, Zuständigkeitsgrenzen zu überwinden und Verantwortungsgemeinschaften zu bilden. Unterschiedliche Akteure wie Träger der Jugendarbeit, Eltern, Jugendamt, Schulen oder Sportvereine helfen dabei, dass mit SPIELRAUM aus einer unattraktiven Fläche ein sichtbarer, bekannter Ort und wichtiger Anlaufpunkt für junge Menschen aus der Nachbarschaft wird– wo sie das machen können, was sie gern tun und die Unterstützung bekommen, die sie brauchen.
Die einzelnen Initiativen werden durch eine unabhängige Stelle evaluiert. Regelmäßige Netzwerktreffen bieten ein Forum für den Austausch der Teilnehmer untereinander, aber auch für die fachliche Begleitung durch die DKJS.